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Bezüglich der Verteilung der IV-RentenbezügerInnen nach Gebrechensgruppen ist zwischen Januar 1997 und Januar 2007 ein starkes Ansteigen der Berentungen aus psychischen Gründen festzustellen: Das durchschnittliche jährliche Wachstum der IV-RentenbezügerInnen wegen psychischen Gebrechen betrug fast 7.2 %. Als Folge davon ist die Zahl der Versicherten, die aufgrund psychischer Erkrankung eine Rente beanspruchen, zwischen 1997 und 2007 von 29 % auf 38 % der BezügerInnen angestiegen. Bei den Geburtsgebrechen ist hingegen ein sehr tiefes Wachstum von nur 1% festzustellen. (Quelle IV-Statistik 2008. Bundesamt für Sozialversicherungen, Bereich Statistik) |
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Methylphenidatverbrauch in der Schweiz |
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Anfang Juni 2005 gab es in Bern einen Psychiatriekongress über ADHS/ADS/HKS. In der Informationsbroschüre zu diesem Kongress schrieb der Zürcher Psychiater Dr. H.C. Steinhausen, dass jegliche alternativen Methoden zur Behandlung von ADHS/ADS oder HKS nie irgendwelche positiven Wirkungen gezeigt hätten. Derselbe Psychiater, der auch für das Bundesamt für Gesundheitswesen tätig ist, schreibt, dass nur Methylphenidat oder Psychopharmaka irgendwelche Heilungserfolge in Aussicht stellen. Die Broschüre wurde übrigens von Novartis gesponsert. |
Die Swissmedic, die eine neutrale Stelle zur Medikamenten-Überwachung sein sollte, behauptet, dass alles unter Kontrolle sei, obwohl der Verbrauch von Methylphenidaten seit 1996 um 1200% gestiegen ist. Kein Wunder – denn wenn man die Swissmedic etwas genauer unter die Lupe nimmt - stellt man fest, dass der Psychiater Steinhausen sich für ihre neue Homepage für Fachleute verantwortlich zeichnet. In der Schweiz wird Methylphenidat an ca. 22'000 Kinder und Jugendliche verabreicht. Es gibt hier verschiedene Präparate wie z.B. Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym, Methylphenidat-Hexal. | |||||||||||
Vielen Kindern und Jugendlichen werden auch andere Psychopharmaka verabreicht. Es wird immer deutlicher, dass die Schweizer Gesundheitspolitik in Richtung Verabreichung von mehr und mehr und immer stärkeren Drogen geht. Schweden (mit 8.8 Mio Einwohnern) hat viel restriktivere Bestimmungen auf diesem Gebiet und nur ca. 4'000 Kinder und Jugendliche erhalten dort Methylphenidate. Die Drogenpolitik zielt denn auch mit grossen Erfolg in Richtung Drogenrehabilitation und nicht in Richtung Ersatzdrogen. Die Schweizer Drogenpolitik, von pharmaorientierten Psychiatern beeinflusst, praktiziert das Gegenteil. (Abgabe von Ritalin für Kokainsüchtige, Methadonabgabe für Heroinsüchtige). |
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